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Fasnet in Wilflingen
Ein Blick in die Geschichte eines lebendigen Brauches
Wulf Wager u. a.
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Alljährlich erscheinen etliche Publikationen, die lokales Fastnachtsgeschehen thematisieren oder größere Zusammenhänge aufzeigen. Dieses Buch können wir Ihnen besonders empfehlen.
Die Fasnet ist in Wilflingen seit alters zu Hause. Auch wenn die Narrenzunft erst 1930 gegründet wurde und jahrhundertealte Quellen fehlen, so fühlt man doch, dass den Bewohnern des kleinen hohenzollerischen Dorfes am Fuße des Lembergs die Narretei schon seit vielen Generationen im Erbgut steckt. Rund 300 Schellnarrenkleider und 200 Teufelshäser hängen derzeit im 900- Seelen-Dorf in den Schränken. Dazu kommen die Clons und – nur am Fasnetsdienstag – der archaische Strohbär. Alles was Beine hat, ist unterwegs und „juckt“. Wenn nicht im majestätischen „Narrakload“, dann doch zumindest als einfallsreicher „Maschger“. In diesem Buch wurden alle Dokumente und historischen Bilder zur Wilflinger Fasnet zu einem ganz besonderen Kaleidoskop zusammengeführt. Im Wechselspiel mit den modernen Fotografien präsentiert es ein herrliches und wunderbar vitales Brauchgeschehen. Reportagen über die beiden Besonderheiten Wilflingens, das Strohbärtreiben und den Aschermittwochbrauch des Verbrennens des Fideli, vermitteln einen lebendigen Eindruck von der dörflichen Fastnacht Wilflingens. Auch der Besuch bei den Herstellern der Wilflinger Narrenkleider, bei Maskenschnitzer, Häsnäherin, Blumenmacherin, Schuhmacher sowie die Reportage über drei ältere Wilflingerinnen, die temperamentvoll über die Fasnet früher erzählen, machen das Buch zu einer vergnüglichen Lektüre. Dazu kommt die Pracht der über 450 Bilder.
Sabine Schelle
248 Seiten, über 450 Bilder Wager Kommunikation GmbH
Altenriet, 2010
29,90 Euro
ISBN 978-3-9812371-1-5
www.narrenzunft-wiflingen.de
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